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Patentstreit um Taptic Engine

Apple soll wegen Haptik-Patenten 5,7 Milliarden Dollar zahlen

Apple hat in einem US-Patentprozess eine empfindliche Niederlage erlitten. Eine Jury sprach Taction Technology 5,7 Milliarden Dollar Schadenersatz zu. Apple widerspricht dem Urteil und will Berufung einlegen.

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Apple ist in den USA in einem Patentstreit um seine Haptik-Technik zu einer Zahlung von 5,7 Milliarden US-Dollar verurteilt worden. Wie CNBC berichtet, entschied eine Jury zugunsten des Unternehmens Taction Technology, das Apple die Verletzung von zwei Patenten vorwirft.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Eine US-Jury sieht zwei Patente von Taction Technology verletzt
  • Apple soll 5,7 Milliarden US-Dollar Schadenersatz zahlen
  • Im Mittelpunkt steht der Taptic Engine in iPhones und Apple Watches
  • Eine vorsätzliche Patentverletzung stellte die Jury nicht fest
  • Apple widerspricht dem Urteil und will Berufung einlegen

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht Apples Taptic Engine, die unter anderem in iPhones und der Apple Watch zum Einsatz kommt. Taction hatte Apple bereits 2021 verklagt und argumentiert, der Konzern nutze geschützte Erfindungen des Unternehmens ohne entsprechende Lizenz.

Was hinter dem Streit um die Taptic Engine steckt

Die Taptic Engine ist Apples Bezeichnung für einen Aktuator, der gezielte Vibrationen und haptisches Feedback erzeugt. Er kommt beispielsweise bei Bediengesten, Benachrichtigungen und anderen Systemreaktionen zum Einsatz.

Taptic Engine erklärt!

Als Taptic Engine bezeichnet Apple einen elektromechanischen Aktuator, der präzise Vibrationen erzeugt. Damit simulieren iPhone und Apple Watch beispielsweise kurze Rückmeldungen bei Eingaben, Gesten oder Benachrichtigungen.

Zunächst war die Klage 2023 abgewiesen worden. Ein US-Berufungsgericht nahm das Verfahren später jedoch wieder auf. Der eigentliche Prozess begann am 14. September 2026. Nach Abschluss der Verhandlungen berieten sieben Geschworene zwei Tage lang und entschieden schließlich zugunsten von Taction.

Die Jury kam zu dem Schluss, dass Apple zwei Patente des Unternehmens verletzt habe. Eine vorsätzliche Patentverletzung sahen die Geschworenen dem Bericht zufolge allerdings nicht.

Apple weist Vorwürfe zurück

Apple widerspricht dem Urteil. Gegenüber CNBC erklärte das Unternehmen, die zugesprochene Schadenersatzsumme sei aus seiner Sicht nicht durch die Fakten gedeckt.

Apple argumentiert zudem, die eigene Taptic Engine unterscheide sich grundsätzlich von der Technologie von Taction. Tests des Klägers hätten dies nach Darstellung des Konzerns während des Prozesses ebenfalls bestätigt. Apple kündigte deshalb an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.

Damit ist das Verfahren trotz des Juryurteils noch nicht endgültig abgeschlossen. Im weiteren Verlauf könnte sich sowohl die Bewertung der Patentverletzungen als auch die Höhe des zugesprochenen Schadenersatzes noch ändern.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
5,7 Milliarden US-Dollar sind selbst für einen Konzern wie Apple eine außergewöhnlich hohe Summe. Das Juryurteil ist allerdings noch nicht das Ende des Verfahrens: Apple hat bereits Berufung angekündigt. Entscheidend wird daher sein, ob die Patententscheidung und insbesondere die Höhe des Schadenersatzes in weiteren Instanzen Bestand haben.